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Übergangswesen Mensch

Von Übergangszonen, Mooren, Küsten, Flussgebieten ist in diesem Blog öfter die Rede. Das ist der Blick auf die Veränderungsfaktoren z.B. Eiszeiten, Überschwemmungen, Geländeveränderungen vulkanischem Ursprungs. Auch, wenn die geologischen und metereologischen Folgen bis heute erkennbar und spürbar sind, gehen wir im Alltag – gerade im Natur- und Umweltschutz – doch meist von unveränderlichen Tatbeständen aus, die erhalten und geschützt werden müssen.  Ausserhalb dieser Perspektive liegendes bleibt bei der Betrachtung zunächst ‚aussen vor‘, bestimmt aber dessen ungeachtet umso entscheidender unser Bewusstsein. Weiten wir den Horizont, gerät der Mensch als „Übergangswesen“ selbst in den Blick.

Die DNA-Forschung bringt es an’s Licht. Nach DNA-Analysen sind wir, die Bevölkerung Europas, Akfrikaner. Dort befindet sich der stabilste DANN-Pool, von denen Teilpopulationen höchstens als Abweichungen zu betrachten sind. In Wanderungsbewegungen ausgedrückt, war die Herkunft Afrika und das Ziel Europa.

Was in der Praxis wenig Auswirkungen hat, zu dominant sind Unterschiede bspw. in der Hautfarbe, so nachhaltig wirkt diese Erkenntnis auf grundsätzliche Einstellungen wie Rassismus auch Antisemitismus. Es ist eine nachhaltige, weniger eine primär dominant-beeindruckende Wirkung. Auch wir Menschen sind „Übergangswesen“, verändern uns im Ausdruck und Verhalten, wenn auch nicht unbedingt in einer Generation sondern über Generationen hinweg. Auch unsere Vorstellung von Herkunft verändert sich.

Wenn ich im Blog von Ort zu Ort gehe, um Rettenden & Menschliches aufzufinden, ist dies der Kompass.

Quellen:

https://www.mpg.de/11344069/genetische-herkunft-der-europaeer.pdf

https://www.mdr.de/wissen/archaeologie-fruehgeschichte/neue-dna-beweise-voelkerwanderung-europa-erstes-jahrtausend-100.html

https://www.deutschlandfunk.de/neue-dna-analysen-verraten-mehr-ueber-voelkerwanderungen-100.html